Testament durch den Erbrechtsanwalt

Erbrechtliche Praxis aus erster Hand

Das Erbrecht nimmt in Deutschland immer mehr den Fokus der Anwaltschaft ein. Nicht nur handelt es sich dabei um eine sehr spannende Rechtsmaterie mit großem gesellschaftlichen Einfluss, es nimmt auch einen essentiellen Anteil im alltäglichen Leben von vielen Münchenern ein.

Dieser Artikel soll dementsprechend in Ergänzung zu den Informationen auf vonbraunbehrens.de dienen und diese noch weiter vertiefen. Nur so lässt sich ein Gesamtüberblick über die Lage gewinnen.

Welche Formen des Erbrechts gibt es?

Das Grundkonstrukt des deutschen Erbrechts ist die im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerte gesetzliche Erbfolge. Hierbei handelt es sich um ein Regelungsregime, welches immer dann eingreift, wenn der Erblasser seine Erbfolge nicht individuell ausgestaltet hat.

Unterschieden werden in großen Blöcken das Ehegattenerbrecht und das Verwandtenerbrecht. Das Ehegattenerbrecht genießt immer Vorrang, weil hier unter Umständen auch Zugewinne ausgeglichen werden müssen – was gem. § 1371 BGB durch eine pauschale Erhöhung des Erbteils um ¼ geschieht.

Danach werden die Verwandten bedacht, wobei diese nach Ordnungen eingeteilt werden und Kinder vor den Eltern und diese vor den Großeltern bedacht werden. Es herrscht das sogenannte Parentelsystem und Stammprinzip, was bedeutet dass der jeweilige Verwandtenstamm durch den am nächsten Verwandten repräsentiert wird und dieser die Nachfolgenden verdrängt.

Die Ordnungen verdrängen sich untereinander, so dass die zweite Ordnung nur zu Zug kommt, wenn kein Verwandter aus der ersten Ordnung vorhanden ist. Dieses Erbrecht mag als Auffangbecken genügen, oft wird hierdurch jedoch nicht der Erblasserwille getroffen und umgesetzt.

Wie kann das Erbrecht in München individuell ausgestaltet werden?

Was kann nun der Erblasser tun, wenn er sich nicht mit der gesetzlichen Erbfolge zufrieden geben will. Anwälte unterscheiden hier zwischen lebzeitigen Regelungen und Regelungsmöglichkeiten für den Todesfall.
Zu Lebzeiten kann durch schenkungsrechtliche Verfügungen bereits Vermögen auf die nächste Generation übertragen werden.

Aus steuerrechtlicher Sicht macht dies vor allem bei Ehegatten und bei Kindern Sinn, weil alle 10 Jahre innerhalb der Freigrenzen Vermögen vollkommen steuerfrei übertragen werden kann. Wenn man früh genug anfängt und einige Abkömmlinge und den Ehegatten oder die Ehegattin bedenkt, kann man auf diese Weise schnell große Vermögen übertragen, ohne das hierauf Erbschaftssteuer anfällt.

Aber auch der Erbfall kann individuell mit Hilfe eines Rechtsanwalts für Erbrecht in München ausgestaltet werden. Zur Verfügung stehen Testament und Erbvertrag und als Unterform das Ehegattentestament. Will der Erblasser ungebunden und alleine testieren, wählt er das Testament, welches er entweder selbst oder mit Hilfe eines Notars aufsetzen kann. Hier können verschiedenste erbrechtliche Verfügungen getroffen werden, wie beispielsweise die Erbeinsetzung, die Anordnung von Vermächtnissen, das Anordnen einer Testamentsvollstreckung. Das Ganze kann dann entweder zu Hause in der Schublade verwahrt werden, oder es wird in amtliche Verwahrung gegeben.

Was passiert dann konkret im Todesfall?

Tritt dann der Tod und damit Erbfall ein, können die Erben beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen. Werden mehrere Erben nebeneinander bedacht bilden diese zunächst eine Erbengemeinschaft, welche dann über die Zeit verwaltet und schließlich auseinandergesetzt wird. Wird zudem noch Testamentsvollstreckung angeordnet, obliegt die Verwaltung nicht mehr den Erben sondern einen hierfür bestellten Testamentsvollstrecker. Dieser muss bei seiner Verwaltung gewisse Regularien beachten

Fazit:

Welchen Erbrechtsweg Sie auch immer einschlagen wollen, die professionelle Hilfe eines spezialisierten Erbrechtsanwalts stellt immer einen gangbaren Weg dar.

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